Hey! Pikmin im Switch4One-Test

Eine der wohl beliebtesten Reihen, die Nintendo je erschaffen hatte, feiert nun ihren Einzug auf den 3DS. Seiner Zeits ein Gamecube-Titel, überraschte der Erstling mit der innovativen Idee, dass der Protagonist selbst zwar clever, aber nicht besonders kräftig daherkommen sollte. Stattdessen war er imstande, kleine Wesen zu kontrollieren, die auf sich allein gestellt zwar nicht wirklich etwas vollbringen konnten, in der Gruppe aber, ja da waren sie zu großem in der Lage. Die Rede ist natürlich von Captain Olimar und seinen Pikmin. „Hey! Pikmin“ heißt der Titel und möchte nun auch den mobilen Markt erobern.

Die Geschichte ist dabei kein neu erfundenes Rad. Wieder einmal stürzt Captain Olimar auf einem fremden Planeten ab und wieder einmal wird dieser nicht nur von gefährlichen Kreaturen, sondern auch den hilfsbereiten Pikmin bewohnt. Zum Glück ist da auch noch die Spitze von Olimars Raumschiff, die nicht nur ein Stück Hochtechnologie, sondern auch eine KI ist, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen wird. Seine Mission? So viel Glitzerium wie möglich sammeln, um das Raumschiff wieder flott zu machen.

Die kleinen Pikmin können für Olimar auch Brücken bauen. Hierfür benötigen sie nur etwas schrott

Grundlegend ist Olimars viertes Abenteuer kein typischer Ableger der Reihe, so ist die Kamera stets auf dem Charakter fixiert und präsentiert den Titel als klassisches 2D-Jump’n’Run. Olimar kann sich lediglich nach links und rechts bewegen (nach oben und unten nur an Leitern oder Abhängen) und ist auch ansonsten recht limitiert, was seine Bewegungen angeht. Den Primärteil der Arbeit müssen daher die Pikmin für ihn erledigen, die man mit den Touchpen entweder entsendet – indem man die wirft – oder zu sich ruft, stilgerecht mit der Trillerpfeife.

Auf dem Planeten gibt es unterschiedliche Areale, wie etwa blühende Wälder, tiefe Gewässer und dunkle Höhlenschächte, die es zu erforschen gilt. Auf der Weltkarte kann jedes Level immer wieder erneut angesteuert und auch Informationen eingeholt werden, die etwa Aufschluss über das zu findende Glitzerium geben. So gibt es neben kleineren Einheiten, die in den Levels verteilt sind, wie auch die Münzen bei Mario, auch größere Mengen. Diese sind jedoch schwer zu finden und stets limitiert, beziehungsweise einmalig zu bekommen.

Um sämtliche Schätze zu finden und somit das Ziel von insgesamt 30.000 Einheiten Glitzerium zu erreichen, muss der Captain die unterschiedlich eingefärbten Pikmin sinnvoll nutzen und stets den Anspruch haben, alle Helferlein in einem Areal zu finden und diese auch am Leben zu halten.

Ist nämlich ein größerer Schatz gefunden, so mag es sein, dass dieser nicht in Olimars Reichweite ist und somit nicht in sein Lager teleportiert werden kann. Hierfür benötigt er die Hilfe der Pikmin, die – sobald sie zur richtigen Position geworfen wurden – den Gegenstand zu dem kleinen Astronauten tragen werden.

Hier nochmal beide Bildschirme über/untereinander. Der obere dient lediglich zur Übersicht und zur Darstellung von Glitzerium und Olimars Gesundheit.

Es sind aber nicht nur die verwinkelten, mit Geheimgängen gespickten Level, in denen es die Pikmin ideal einzusetzen gilt. Auch im Lager sind ihre Dienste vonnöten, insofern man das eigene Glitzerium-Einkommen maximieren möchte. Unweit der Absturzstelle gibt es einige Zonen, in denen nur gewisse Pikmin einer Arbeit nachgehen können. Der Lohn dafür ist Glitzerium, welches nach Zeit X ausgeschüttet wird.

Das clevere und stetig in der Schwierigkeit ansteigende Level Design und die Aufgaben drumherum machen Hey! Pikmin auf spielerischer Ebene zu einem hervorragendem Zeitvertreib für alle Altersklassen. Die 2D-Komponente ist mal was anderes und erfrischt die Reihe und das Genre ungemein. Hier wird an keiner Stelle irgendetwas Neues entdeckt, aber gut funktionierende Zutaten gut vermischt und solide präsentiert.

Gleiches gilt für die audiovisuellen Parts des Spiels. Die Gebiete kommen mit liebevollen Details und ansehnlicher Flora und Fauna daher und können durch ihre Abwechslung glänzen. Der Fremde Planet bietet optisch stets etwas Neues zu entdecken. Das funktioniert echt gut. Der recht einfache und primär positive Sound des Titels begibt sich auf keine unbekannten Pfade und bietet genau das, was man von einem Pikmin erwarten würde; leichte, fröhliche Klänge mit niedlichen Aspekten.

Und so komme ich zum Abschluss. Hey! Pikmin bewegt keine Welten und bedeutet auch nicht eben diese. Der Titel kommt mit einem grundsoliden, weil bekannten, System daher, mischt das ganze neu ab und lädt zum seichten Spielen ein. Nicht mehr und nicht weniger. Ich hatte meinen Spaß und bin sicher, dass es denjenigen, die ebenfalls seit der Gamecube-Ära vernarrt in die kleinen Pflänzlinge sind, ähnlich ergehen wird.

1,245 total views, 2 views today

Hey! Pikmin im Switch4One-Test
  • Gameplay - 88


  • Sound - 92


  • Grafik - 93


  • Steuerung - 86


89
%d Bloggern gefällt das: